Unser Familienbetrieb besteht seit 1873 und zählt mit seiner über 130jährigen Geschichte zu den traditionsreichsten Firmen Oberwarts. 

Johann Fliegenschnee (1851 – 1932) gründete im Jahr 1873 die Eisenhandlung „Zur Goldenen Schaufel“. Sie war in einem einstöckigen Haus auf der Oberwarter Hauptstraße beheimatet, das Johanns Vater Mathias zu bauen begann. 1854, als das Stockhaus im Rohbau stand, galt das als Sensation im damaligen Oberwart.
Die Zeiten waren spannend und unruhig zugleich: 1888 bekam Oberwart einen Bahnanschluss nach Steinamanger, 1918 zerfiel die K&K Monarchie und 1921 wurde das Burgenland ein Teil Österreichs. Doch Johann Fliegenschnee führte seine Firma mit Geschick durch diese harten Zeiten und trotzte auch der Weltwirtschaftskrise in den späten 1920er Jahren.

Johann Fliegenschnee jun. übernahm 1932 die Eisenhandlung – auch er hatte stürmische Zeiten zu bewältigen: Österreich wird Teil des Dritten Reiches und das Burgenland verschwindet wieder von der Landkarte. Die letzten Tage des 2. Weltkrieges brachten schwere Prüfungen mit sich: Das Oberwarter Rathaus wurde in Brand gesteckt und die Eisenhandlung wurde im April 1945 geplündert. Während der russischen Besatzungszeit (1945 – 1955) folgte der Wiederaufbau der Eisenhandlung.
1954 übergab Johann Fliegenschnee jun. die Firmenführung an seine Tochter Edeltraut und deren Gatten Alfred Scherber.

 

Im Zuge der Übernahme 1954 wurde die Fassade der altehrwürdigen Eisenhandlung umgestaltet, auch Geschirr und Küchengeräte wurden ins Sortiment aufgenommen. Im Aufbruch der 70er Jahre bekam der Bereich Geschirr und Tischkultur eine eigene Abteilung im Geschäftslokal. 1982 folgte die nächste Umstrukturierung: Die Eisenwaren- und Werkzeugabteilung übersiedelte in den Innenhof.

1985 übernahmen die Urenkelinnen des Firmengründers, Inge Kuch und Heidi Seper die Geschäftsführung des Traditionshauses. Werbung und Marketing hielten Einzug und die Teilnahme an Messen wurde obligat. 1992 trat Wolfgang Seper ebenfalls in das Unternehmen ein. 1995 erfuhr das Portal des Firmengebäudes ein neuerliches Facelifting, Eisenwaren und Tischkultur wurden im Innenbereich deutlich voneinander getrennt. Das Gesamtsortiment vom Bohrhammer über Rasenmäher bis zu Tisch-Accessoires fand großen Anklang. Und die beginnende Ostöffnung ab 1988 brachte neue Kunden aus Ungarn.

2001 tritt Matthias, Sohn von Heidi und Wolfgang Seper, in die Firma ein. Im Jahr darauf wird das Ofenstudio Hartberg gegründet, dass von Wolfgang Seper geführt wird. Mit der neuen Filiale auch gleich ein neues Geschäftsfeld eröffnet: Der Verkauf von Öfen und Herden. Dieser Schritt führte auch zu einer Umstrukturierung in Oberwart: Die Eisenhandlung wird im November 2003 ausgegliedert und übersiedelt in den „Toolpark“ im Gewerbegebiet Oberwart-Süd. Die dadurch freigewordenen Fläche wird umgehend adaptiert: Ein neues Ofenstudio wird mitten im Zentrum von Oberwart mit einer großen Ofenschau aus der Taufe gehoben.

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